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Ein Neuer Yogawille

Ein Kulturimpuls für die Menschheit


Kulturepochen



Zu Beginn möchte ich bei den Gedanken von Rudolf Steiner ansetzen. Der Philosoph und Geisteswissenschaftler, der Begründer der Anthroposophie lebte von 1861 bis 1925. Rudolf Steiner beschreibt innerhalb der 7 Kulturepochen die Entwicklung der Empfindungsseele, der Verstandesseele und der für die heutige Zeit notwendigen Bewusstseinsseele.

In der ersten Kulturepoche war der Mensch mehr im Kosmos beheimatet. Der Blick war sehr weit. Sie hatten einen Körper, doch war es ihnen nicht so wichtig. Die Menschen suchten früher nicht die Inkarnation und die darin bestehende harmonische Beziehung zur Erde, zu ihrem Körper und Wohlgefühl, sondern sie versuchten frei zu bleiben und eine kosmische Unversehrtheit aufrechtzuerhalten. In dieser ersten und zweiten, aber besonders in der dritten Kulturepoche entwickelte sich die Empfindungsseele des Menschen.

In der vierten Kulturepoche entwickelte der Mensch die Verstandesseele. Es war ein natürlicher Verstand und Gemütsebene. Mit einem klaren Interesse traten sich die Menschen gegenüber. Das Golgotha Mysterium, das Christurereignis wurde von Rudolf Steiner und später auch von Heinz Grill esoterisch eigenständig erforscht und erschaut. Das ICH, die geistige Schöpferkraft trat mit diesem Ereignis in die Menschheit hinein. Es brachte einen neuen Ansatz um den Schicksalskreislauf zu durchbrechen und eine Entwicklungsspirale zu fördern.

Die fünfte Kulturepoche ab dem fünfzehnten Jahrhundert betrifft unsere heutige Zeit und ist geprägt von der Michael-Kultur. Die Aufgabe der Menschheit ist es in dieser Kulturepoche seelisch zu erwachen und erwachsen zu werden. Durch die Entwicklung einer Bewusstseinsseele wird die Freiheit im Denken, das ICH, erfahrbar werden. Die Bewusstseinsseele, das sechste Zentrum im Haupte muss nun mühsam in einem schöpferischen sozialen Prozess zur Welt entwickelt werden, damit das ICH die Erde durchdringt und der Mensch aus seinem ICH-Standpunkt die Erde vergeistigen kann.

Anhand einiger Beispiele möchte ich Ihnen beschreiben, wo die Entwicklung hintendiert.

• Nehmen wir die Astrologie von früher und heute. Früher hatten die Astrologen die Fähigkeit der alten Hellsichtigkeit. Wenn sie in den Sternenhimmel schauten um sie zu forschen, sahen sie statt der Himmelskörper die wirklichen Wesenheiten der Gestirne. Sie erschauten unmittelbar was ihnen diese Wesenheiten übermittelten. Heute hingegen ist diese Fähigkeit der geistigen Wesensschau verloren gegangen. Die Sterne werden heutzutage durch die Weltraumforschung sehr vereinnahmt, ohne ein Blick und Interesse für das, was sich hinter dem Sichtbaren verbirgt, zu haben.

• In früheren Zeiten wurde das lebendige Wort unmittelbar in der persönlichen Begegnung übermittelt. Heute erhalten wir über die Informationen aus den Büchern oder dem Internet. Wesentlich erscheint es mir, die Primärschriften zu wählen wenn ein Interesse für die esoterische geistige Welt besteht. Eine Primärschrift verfasst die Originalgedanken eines geistschauenden Menschen. Eine Interpretation beinhaltet keine wirkliche geistige Schau, sondern eine intellektuelle Information über eine Sache, die individuell gefärbt und emotional gebundener Natur ist.

• Die alte Hellsichtigkeit war in früheren Zeiten auch ein gewisser Schutz für diejenigen, die einen Heiler aufsuchten, denn an der Aura des Heilers konnte man die Reinheit dieser Person erkennen.

• Rudolf Steiner beschreibt, dass der Mensch heute durch seine Sinne die Farben der Pflanze noch richtig erkennen kann. In der siebten Kulturepoche werden besondere Umstände nötig sein um sogar die Natur kennen zu lernen.


Rudolf Steiner



Er sah in den traditionellen, indischen Grundformen des Yoga eher eine Gefahr für den modernen Menschen, denn eine individuelle Entwicklung des Menschen in der heutigen Zeit sei nicht mit Askese und Rückzug der Sinne zu erreichen.

Rudolf Steiner deutete sinngemäß darauf hin: „Wenn man sich im Yoga hinein lebt, lebt man sich eigentlich heraus aus der Entwicklung. Wenn der Yogi nach Außen geht, dann sich überlegt er möchte ja spirituell sein, geht dann wieder in den Rückzug. Was soll dann aus der Kultur werden, wenn niemand eine Beziehungsfähigkeit entwickelt und gestalterisch aufbauend tätig ist, neue aufbauende Lebenskräfte frei setzt für die Welt“.


Luftseelenprozess und Lichtseelenprozess

Aufgrund des tieferen Inkarnierens des Menschen verlor der Mensch immer mehr seine Beziehung zur geistigen Welt. Nur noch über den Atem schien eine Verbindung möglich, so wurde versucht über Pranayama und Atemtechniken diese Verbindung mit der geistigen Welt wieder herzustellen. Rudolf Steiner spricht in diesem Zusammenhang vom „Luftseelenprozess“. Er erkannte eine wesentliche Zeitwende und beschreibt wie dieser „Luftseelenprozesses“ vom „Lichtseelenprozess“ abgelöst wurde mit folgenden Gedanken:

"Es gab eine Zeit vor dem Mysterium von Golgatha, da hatte die Erde eine Atmosphäre. In dieser Atmosphäre war die Seele, die zum Seelischen des Menschen gehörte. Jetzt hat die Erde eine Atmosphäre, die ist entleert des Seelischen, das zum Seelischen des Menschen gehört. Dafür ist in das Licht, das uns vom Morgen bis zum Abend umfasst, eingezogen dasselbe Seelische, das vorher in der Luft war. Daß der Christus sich mit der Erde verbunden hat, das gab die Möglichkeit dazu. So daß Luft und Licht auch geistig-seelisch etwas anderes geworden sind im Laufe der Erdenentwickelung."

Nach seinen Aussagen lebt die Seele nun auf geheimnisvolle Weise im Licht. So muss der Mensch heute einen neuen Entwicklungsweg gehen um diese Seele nun im Licht zu entdecken. So ist die alte Yogakultur nicht mehr geeignet, denn sie führe zu einer Rückwärtsentwicklung. Für eine Vorwärtsentwicklung benötige es einen „Lichtseelenprozess“, eine Schulung des Denkens mit einer objektiven Sinneswahrnehmung und einer gedanklichen Aktivität.

Der Geistforscher und Autor Heinz Grill, geboren 1960, begründete den „Neuen Yogawillen“. Es bräuchte einen neuen Kulturimpuls für den Yoga im westlichen Abendland, der dem Bewusstsein der heutigen Menschen und ihren Entwicklungsbedürfnissen gerecht werden kann. Es benötige eine Entwicklung, welche das soziale Menschenverständnis fördert um in das konkrete Leben verständnisvoll einzudringen. Eine Erweiterung der Gedankenfreiheit, ein lebendiges Wissen über die geistigen Welten sollte gefördert werden.


Zehenspitzenstellung



Heinz Grill beschreibt in seinem Buch „Initiatorische Schulung in Arco. Ein Neuer Yogawille für ein integrales Bewusstsein in Geist und Welt. Praktische Umsetzung des Lichtseelenprozesses nach Rudolf Steiner“, Lammers-Koll-Verlag 2009:

„Für unsere seelisch-geistige Entwicklung benötigen wir nicht vorschnelle, täuschende Erleuchtungen, Nirvana und mystische Einheitserlebnisse, die nicht auf wahrer Mystik als vielmehr auf einem Elementenerleben berühren, sondern wir brauchen als erstes eine möglichst gesunde wache Übersicht über die inneren Umstände und über unser eigenes Gedanken- und Empfindungsleben. Der Yoga sollte heute ein möglichst gut fundiertes geistiges Studium beinhalten. Die Meditation bedarf zunächst einmal einer seelischen Vorbereitung. So benötigt der Yoga in der westlichen Kultur eine Unterscheidungsbildung der einzelnen Energien und Erlebensformen“.

Die Eigenachse im „Neuen Yogawillen“ ist das ICH. Nach dem viergliedrigen Menschenbild von Rudolf Steiner ist der Mensch durch seine eigene Gesetzmäßigkeit vorhanden. Der neue Yogawille ist eine praktische Handhabung der Seelenkräfte, des Denkens, des Fühlens und des Willens, aus dem ICH, damit er das Äußere durchdringt. Die Anthroposophie besagt etwas anderes: Die Weisheit kommt aus dem Menschen. Der Mensch kann alles im irdischen Leben spiritualisieren.

Diese neue Yogakultur ist nicht als eine Yogarichtung zu verstehen, sondern sie ermöglicht jeden Menschen aufgrund seiner ICH Begabung die geistigen und irdischen Gesetzmäßigkeiten zu erforschen und bringt diese seelenvollen Empfindungen als metaphysische Erkenntnisse in einen Tätigkeitsbezug zum sozialen Leben im Ausdruck. Aus dem freien Gedanken heraus beginnt der Mensch die Erde zu beseelen und zu gestalten. Er wird schöpferisch tätig.

Die Motive für Yogaunterricht und Yogapraxis werden vielfach so beschrieben, dass die Entspannung oder die Energie, die aus den Übungen entsteht, für das körperliche und psychische Wohlbefinden gesucht und bereitgestellt wird. Es zeigt sich heute fast ein Gegenbild zur früheren Anwendung des Yoga. Eine mehr unbewusste Haltung des Gebrauchens und Verwendens, die durch den Zeitgeist ganz automatisch in der Gesellschaft lebt, fördert auch im Yoga die Tendenz, ihn in einer Art Konsum für das persönliche Leben zu praktizieren.

Zwischen den beiden Polen der Askese und des Konsums möchte der Neue Yogawille ein neues integrales Ideal ausgestalten. Er möchte jenen Menschen fördern, der im Geist gegründet und auf der Erde tätig ist, der durch seine Handlungen eine Seelensubstanz erschafft, die einen verbindenden und ästhethisierenden Wert für das irdische Leben und einen bereichernden und bleibenden Wert für das kosmische Leben besitzt.


Die Sendung Michaels, 6. Vortrag Dornach

Rudolf Steiner, Menschheitsentwicklung und Christus-Erkenntnis

Weltentwicklungsstufen

Neuer Yogawille